Prof. Dr. Peter Höppe
„Wo stehen wir heute mit dem Klima?“ – Ein Abend mit Prof. Dr. Peter Höppe

Der Deutsche Internationale Club in Genf (DICG) durfte am 19. Februar 2026 einen besonderen Gast begrüßen: Prof. Dr. Peter Höppe referierte vor unseren Mitgliedern und Gästen über den aktuellen Status des weltweiten Klimas. In einer ebenso fundierten wie aufrüttelnden Analyse zeigte der renommierte Experte auf, dass wir uns an einem kritischen Wendepunkt befinden.

Ein Blick auf die Fakten: Rekordwärme und ihre Folgen

Prof. Höppe verdeutlichte eingangs die dramatische Beschleunigung der Erderwärmung: Während die globalen Temperaturen Mitte der 2000er Jahre noch etwa 0,6 °C über dem Mittelwert des letzten Jahrhunderts lagen, war das Jahr 2024 das bisher wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen – und das erste, das die Marke von 1,5 °C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau überschritt. Auch das Jahr 2025 reihte sich als drittwärmstes Jahr in die Serie der Rekordjahre ein.

Besonders besorgniserregend sind laut Höppe die physikalischen Rückkopplungen:

  • Wärmere Ozeane & Atmosphäre: Die Meeresoberflächentemperaturen haben Höchststände erreicht, was zu einer erhöhten Verdunstung führt. Da eine wärmere Atmosphäre mehr Wasserdampf aufnehmen kann, steigt das Potenzial für extreme Starkniederschläge massiv an.
  • Anstieg des Meeresspiegels: Seit 1900 ist der Meeresspiegel bereits um 30 cm gestiegen; bis Ende des Jahrhunderts ist ein weiterer Anstieg um mehr als einen Meter möglich.
  • Zunahme von Extremwetter: Die Statistiken zeigen einen deutlichen Anstieg von Schadenereignissen wie Hitzewellen, Dürren und schweren Gewitterstürmen, insbesondere in Europa.

Klimaklagen und ökonomische Risiken

Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags lag auf den rechtlichen und finanziellen Konsequenzen. Prof. Höppe berichtete von der weltweit wachsenden Zahl an „Klimaklagen“ – mehr als 2.000 Verfahren richten sich mittlerweile gegen Staaten oder emittierende Unternehmen. Er betonte zudem die „Transitions-Risiken“ für die Finanzmärkte: Der notwendige Umstieg auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft könnte eine massive Neubewertung von Vermögenswerten erforderlich machen.

Lösungen und Ausblick

Trotz der ernsten Lage schloss Prof. Höppe mit einem Blick auf die Lösungen. Neben der Abkehr von fossilen Brennstoffen und der Anpassung durch Küstenschutz oder Hitzewarnsysteme sieht er große Chancen in neuen klimafreundlichen Technologien. Sein Fazit war klar: Ambitionierter Klimaschutz ist notwendig, um katastrophale Entwicklungen zu vermeiden – und jeder Einzelne kann durch sein Verhalten dazu beitragen.

Über den Referenten: Prof. Dr. Peter Höppe

Prof. Dr. Peter Höppe ist einer der weltweit führenden Experten an der Schnittstelle von Meteorologie, Medizin und Risikomanagement. Er leitete langjährig die Abteilung GeoRisikoForschung der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft (Munich Re). Zuvor war er als Professor am Institut für Bioklimatologie und Angewandte Meteorologie der Ludwig-Maximilians-Universität München tätig. Sein Werdegang ist geprägt von der Erforschung der Auswirkungen des Klimawandels auf Naturkatastrophen und die menschliche Gesundheit. Als gefragter Berater und Autor bringt er seine Expertise regelmäßig in internationale Gremien und wissenschaftliche Publikationen ein.

Hochkarätige Vorträge beim DICG

Der Abend mit Prof. Dr. Peter Höppe reiht sich ein in die Tradition des Deutschen Internationalen Clubs in Genf, regelmäßig namhafte Speaker aus Wissenschaft, Forschung, Politik und Business zu Gast zu haben. Diese Vortragsabende bieten unseren Mitgliedern die einzigartige Gelegenheit, aus erster Hand Einblicke in aktuelle globale Herausforderungen zu erhalten und in den direkten Dialog mit führenden Köpfen unserer Zeit zu treten. Wollen Sie dabei sein? Hier Mitglied werden!

Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Josef Kuschel
„Weltgewissen“ – Thomas Manns religiöser Humanismus

Ein Vortrag von Dr. Karl-Josef Tuschel am Mittwoch, dem 18. März 2026 um 19:00 Uhr in der Ev.-luth. Kirche in der Rue Verdaine 20, 1204 Genève

«Ein neuer Humanismus ist nötig», vertraut Thomas Mann 1945 seinen Tagebüchern an: ein Humanismus, der angesichts der erlebten Geschichte des 20. Jahrhunderts mit all seinen Schrecken, im Wissen um das «Dämonische», neu religiös fundiert sein müsse. Der dabei entwickelte Begriff des ‘Weltgewissens’ steht an der Seite der Idee universeller Rechte oder der Utopie eines Weltfriedens, schließt zugleich Thomas Manns lange Beschäftigung mit der Religion ab, in der dieser Autor nicht immer dieselbe Position vertreten hat. In diesem Vortrag und in dem ihm zugrundeliegenden, zum Thomas-Mann-Jahr 2025 erschienenen neuen Buch Weltgewissen kommt damit auch eine ‘Suchbewegung’ in den Blick, anhand derer man ein Gesamtbild des Oeuvres Manns nachzeichnen kann.

Karl-Josef Kuschel, Theologe und Literaturwissenschaftler, war von 1995 bis zu seiner
Emeritierung 2013 Professor für ‘Theologie der Kultur und des interreligiösen Dialogs’ und ist
aktuell u. a. Präsident der Internationalen Hermann-Hesse-Gesellschaft.

Neben zahlreichen theologischen Publikationen (insbesondere zum ‘Weltethos’) weist sein Werk seit seiner Doktorarbeit Jesus in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (1987, 2. Aufl. 1997) auch
viele Veröffentlichungen zur deutschsprachigen Literatur im Dialog mit der Religion (Hesse,
Kafka, Brecht, Zweig) und eine frühe Studie zu Weihnachten bei Thomas Mann (2006) auf.

Magische Orte (2022) stellt sympathisch vor, welches Vergnügen Literaturreisen bereiten
können. Den ihn prägenden in Tübingen wirkenden Intellektuellen Hans Küng und Walter Jens
widmete er mehrere Porträts in Buchform. Seine Monographie zu dem ersten Präsidenten der
Bundesrepublik und dessen Auseinandersetzung mit der Schuldfrage Antisemitismus und
deutsche Demokratie: Theodor Heuss und seine Kreuzzüge gegen das Vergessen (2. Aufl.,
2019) zeigt in Theodor Heuss einen Intellektuellen, der es seinen Zeitgenossen nicht bequem
machen wollte.

Wo stehen wir heute mit dem Klima?

Ein Vortrag von Prof. Dr. Peter Höppe am 19. Februar 2026

Liebe Freunde,
wir möchten Sie heute herzlich zu unserer bevorstehenden Veranstaltung mit Prof. Dr. Peter Höppe, Klimaforscher, einladen. Prof. Höppe war vor zwanzig Jahren im DICG.

In Zeiten des Klimawandels werden die Auswirkungen auf unseren Alltag spürbarer.

Was hat sich in den letzten zwanzig Jahren verändert, und auf was müssen wir uns in den nächsten Jahren gefasst machen?

Wie wirkt sich der Klimawandel auf unsere Gesundheit aus und was muss noch getan werden?

Das sind nur einige Fragen und die unberechenbare geopolitische Lage wird auch bezüglich des Klimaschutzes Auswirkungen haben.

Lassen Sie uns gemeinsam dieses wichtige Thema besprechen und vielleicht gibt es auch Anregungen, was wir persönlich für den Klimaschutz tun können?

Für den Vortrag ist keine Anmeldung notwendig, jedoch für den anschließenden Umtrunk senden Sie bitte eine E-Mail an: info@dicg.org.

Das Einladungsschreiben mit weiteren Daten können Sie sich hier herunterladen.

Mitglieder frei, Gäste entrichten bitte 25,00 CHF
Anmeldeschluss: 11.02.2026
Wir freuen uns auf Ihr Kommen und einen anregenden Abend!

Professor Dr. Peter Höppe

Peter Höppe (geboren 1954) ist ein deutscher Meteorologe und Biologe. Er leitete von 2004 bis Anfang 2018[1] die Abteilung GeoRisikoForschung der Münchener Rück (als Nachfolger des Gründers Gerhard Berz).
1979 bis 2003 war er an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) auf dem Gebiet Bioklimatologie und Angewandte Meteorologie sowie Arbeits- und Umweltmedizin tätig. Er hat in den Fächern Physik und Humanbiologie promoviert bzw. habilitiert und ist außerplanmäßiger Professor an der LMU.

Höppe berät verschiedene UN-Organisationen und gehört zu den Initiatoren des Desertec-Projekts. 2005 initiierte er die Munich Climate Insurance Initiative (MCII), deren 1. Vorsitzender er bis 2022 war und heute Honorary Chair ist. Bis 1.7.2023 war er Ad-junct Professor am Institute of Catastrophe Risk Management der Nanyang Technoloigical University in Singapur, 2018 bis 2021 Consultant Team Leader eines Katastrophenvorsorge-Projekts der Asian Development Bank in Myanmar. Seit 2019 ist er „Senior Expert“ für das Thema Klimawandel beim Nachhaltigkeitsconsulter fors-earth GmbH. Er ist Mitglied des Stiftungsrates der Münchener Rück Stiftung und Erster Vorsitzender der Münchener Universitätsgesellschaft.

Neujahrsempfang 2026 Teaser
Neujahrsempfang des Deutschen Internationalen Clubs in Genf – ein festlicher Start ins Jahr 2026

Ein stimmungsvoller Auftakt ins neue Jahr: Am 30. Januar 2026 lud der Deutsche Internationale Club Genf (DICG) zum traditionellen Neujahrsempfang in das elegante Restaurant Jardin de Penthes in Pregny-Chambésy ein. In festlicher Atmosphäre kamen zahlreiche Mitglieder und Gäste zusammen, um auf das neue Jahr anzustoßen und die deutschsprachige Gemeinschaft in Genf zu feiern.

Der Präsident des Clubs, Ralph Tatu, begrüßte unter den Anwesenden den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Schweiz, S. E. Markus Potzel, sowie den Honorarkonsul für die Kantone Genf, Waadt und Wallis, Mathis Kern. Ebenfalls vertreten waren die Vorsitzende des Deutschen Hilfsvereins Genf, Helga Schmal, und der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kunst und Literatur, Armin Westerhoff. In seiner Ansprache betonte Tatu die Bedeutung von Zusammenhalt und Gemeinschaft – Werte, die heute wichtiger denn je seien.

Botschafter Potzel gab den Gästen spannende Einblicke in die aktuellen deutsch-schweizerischen Beziehungen und berichtete von seinen Eindrücken des diesjährigen Weltwirtschaftsforums in Davos. Sein Dank galt allen Organisationen und Vereinen, die sich mit großem Engagement für die deutschsprachige Gemeinschaft in der Romandie einsetzen.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Gerhard Wirth, der zu den Gründungsmitgliedern des Clubs vor 33 Jahren gehört. Viele Jahre lang war er als Schriftführer und später als Kassenprüfer im Vorstand tätig. In Anerkennung seines langjährigen ehrenamtlichen Engagements ernannte ihn der Vorstand zum Ehrenmitglied. Gemeinsam mit der früheren Clubvorsitzenden Grete Foeth überreichte Ralph Tatu die Ehrenurkunde an den sichtlich gerührten Jubilar.

Mit herzlichen Worten bedankte sich der Präsident zudem bei Petra Hans, der Leiterin des Clubbüros, und beim Team des Restaurants Jardin de Penthes, das die Gäste mit exzellenten Speisen und erlesenen Getränken verwöhnte.

Der Abend endete in heiterer Stimmung – mit vielen anregenden Gesprächen, neuen Begegnungen und dem Gefühl, als deutschsprachige Gemeinschaft in Genf gestärkt ins Jahr 2026 zu starten.

Fotos: Oliver Hans, Jörn Kiewning, DICG

Neujahrsempfang 2026
Neujahrsempfang 2026

Mit Blick auf das kommende Jahr möchten wir Sie heute herzlich zu unserem Neujahrsempfang 2026 einladen. Es ist eine Gelegenheit, auf das vergangene Jahr zurückzublicken, aber auch nach vorne zu schauen und die Chancen und Herausforderungen zu besprechen, die uns im Jahr 2026 erwarten.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und auf einen konstruktiven Austausch zum Jahresbeginn.

WANN?
Freitag, 30.01.2026 um 19:00 Uhr

WO?
Jardin de Penthes
Ch. de l’impératrice 18
1292 Pregny-Chambésy
Bus: 20 – 8 und 5

BEITRAG
Clubmitglieder 55,00 CHF
Gäste 75,00 CHF

Diesen Termin im Kalender eintragen.

Hier können Sie sich unseren Flyer zum Neujahrsempfang herunterladen oder sich gleich anmelden. Ebenso können Sie sich hier den Einzahlungsschein herunterladen.

Frohe Festtage!
Frohe Festtage!

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Adventszeit, frohe Festtage und einen hoffnungsvollen Start ins neue Jahr!

Wir freuen uns darauf, Sie 2026 bei unseren Veranstaltungen zu begrüßen und gemeinsam neue Kapitel aufzuschlagen.